Aktionsplan der EU zur Steigerung der Energieeffizienz

"Gaspreise steigen", "Erhöhung der nationalen Energiesicherheit", "Kraftstoffe werden teurer", "Energieressourcen bald erschöpft", "Plötzlicher Klimawandel"

Solche Meldungen verdeutlichen uns, wie schwierig es ist, ohne Energie zu leben, und wie schwierig es ist... kostengünstige Energie zu finden.

Die Europäische Kommission hat ihren Aktionsplan zur Verbesserung der Energie¬effizienz in den Ländern der EU vorgelegt. Dieser zeigt, dass mindestens 20% des Energieverbrauchs der EU - entsprechend 100 Milliarden Euro jährlich - unnütz verschwendet werden und unsere Umwelt dadurch zunehmend geschädigt wird. Werden keine Maßnahmen ergriffen, um diese Entwicklung zu stoppen, wird der Energie¬verbrauch bis 2015 um nochmals mehr als 10% steigen. In ihrem Aktionsplan hat die EU-Kommission das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch um 20% zu senken. Für den Durchschnittsbürger bedeutet dies eine Ersparnis von wenigen hundert Euro pro Jahr. Für unsere Umwelt hingegen bedeutet es eine Beschränkung der CO2-Emissionen auf 780 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2020, womit die Anforderungen des Kyoto-Protokolls erfüllt wären.

Rund 40% aller Energie wird zu Hause verbraucht. Deshalb sind energiesparende Heizungen und Lampen wichtig. Am allerwichtigsten jedoch ist es, die hohen Mengen an Wärme, die ungenutzt durch Wände und Decken von Häusern entweichen, zu reduzieren. Deshalb müssen Dachböden, Mansarden und Mauern ausreichend gedämmt werden. Experten schätzen, dass mangelnde Dämmung in Gebäuden für bis zu 30% des Energieverbrauchs verantwortlich zu machen sind!

In der neuen Finanzprognose für die Jahre 2007-2013 wurde davon ausgegangen, dass 3 Prozent der Mittel der EU für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz investiert werden sollen. Leider plant die polnische Regierung nun, wesentlich weniger Mittel für den Umweltschutz und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Wirtschaft bereitzustellen. Die Tschechische Republik - ein Land mit ähnlichem politischem Klima - plant solchen Projekten 3% der Fördermittel der EU zuzuweisen. Litauen, ein Land, das uns nicht nur aus geschichtlicher Sicht sehr nahe liegt, will sogar 6 Prozent der Fördermittel für solche Ziele investieren. Die Regierung und eigenständigen Behörden in Polen hingegen wollen nur rund 0,9% der Fördermittel der EU in die Modernisierung und Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden investieren.



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